Wie Sie mit Cash Culture nicht nur den Cashflow stärken

Eine Gruppe von Geschäftsleuten trifft sich.

Das Schlagwort “Cash Culture” geistert seit einiger Zeit durch die Lande. In diesem Blog-Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die Definition und Bedeutung von Cash Culture und zeigen, welche Vorteile Unternehmen mit einer etablierten Cash Culture erwartet.

Um Verwirrung zu vermeiden: Die Begriffe Cashflow-Management-Kultur (Cashflow Management Culture) und Cash Culture sind synonym und meinen die selbe Sache. Der Gedanke dahinter ist, dass jede Abteilung und jeder Mitarbeiter in einem Unternehmen Einfluss auf den Cashflow hat – wenn auch nicht immer offensichtlich. Oft werden im Bezug auf den Cashflow vor allem Finanzabteilungen oder Sales als wichtige Akteure betrachtet, andere Abteilungen wie der Kundendienst, Forschung und Entwicklung oder die IT spielen bei Cashflow-Betrachtungen eine eher untergeordnete Rolle.

Mit der Cash Culture wird das gesamte Unternehmen mitgenommen und eine gemeinsame Haltung etabliert, auf jeder Ebene des Unternehmens an der Verbesserung des Cashflows zu arbeiten. Denn: Ein gesunder Cashflow ist, gerade in schwierigen Zeiten, lebenswichtig für ein Unternehmen!

Etablierung der Cash Culture im Unternehmen

Die ersten Schritte für eine unternehmenseigene Cash Culture gehen (im Normalfall) von der Führungsetage aus. Anhand einer Analyse der Unternehmensperformance wird eine Cashflow-Politik mit strategischen Zielen aufgestellt, die anschließend den Mitarbeitern vorgestellt wird. Dann geht’s an die operative Umsetzung: Hier müssen Unternehmen entscheiden, welche Funktionen im Unternehmen die entscheidenden Treiber bei der Optimierung des Cashflows sind. Diese müssen zuallererst mit ins Boot geholt werden. Vergessen Sie aber nicht, auch den Rest der Belegschaft für das Thema zu sensibilisieren.

Während der Etablierungsphase ist es wichtig, ein Ohr für die Ideen der Belegschaft zu haben. Außerdem sollten Sie gute, praxisnahe Beispiele finden, um allen Mitarbeitern ihre Relevanz bzw. ihren Einfluss auf den Cashflow klarzumachen.

Beispiel aus der Praxis: Ein internationales Unternehmen, das auf die Herstellung von Glas spezialisiert ist, erstellte in Zusammenarbeit mit der Kommunikations- und der Personalabteilung Videos, um die Kreditpolitik zu kommunizieren. Sie produzierten und verbreiteten intern unterhaltsame Videos, um das Interesse an dieser Politik zu steigern. Eines der Videos trug den Titel “Das Leben der Rechnung”, in dem der Lebenszyklus einer Rechnung innerhalb eines Unternehmens dargestellt wurde, um zu zeigen, wie wichtig die einzelnen Akteure in diesem Prozess sind.

Stetige Optimierung durch Monitoring

Ist die Cash Culture etabliert, muss sie “am Leben gehalten” werden. Dazu ist es wichtig, die richtigen KPIs auszuwählen, diese zu überwachen und die dahinterstehenden Prozesse laufend auf Optimierungspotential zu überprüfen. Die Mitarbeiter des Unternehmens sollten regelmäßig über die Fortschritte und weiteren Aktivitäten informiert werden. Das kann beispielsweise im Rahmen bestehender (z.B. Mitarbeiternewslettern oder Business Updates durch die Geschäftsführung) oder spezieller Formate erfolgen. Wichtig ist nur, dass die Informationen stetig fließen. Auf diese Weise bleiben die Mitarbeiter am Ball.

Für eine langfristig funktionierende Cash Culture ist es unerlässlich, dass Informationen zwischen den Abteilungen fließen. Nur so lassen sich die Potentiale zur Verbesserung des Cashflows wirklich heben.

Beispiel aus der Praxis: In einer typischen, siloartigen Organisation hat ein Vertriebsmitarbeiter möglicherweise keine Ahnung von der Kreditsituation eines Kunden oder davon, ob seine Rechnung überfällig ist, da diese Informationen in den Kredit- und/oder Inkassoabteilungen aufbewahrt werden. Es kann also sein, dass er weiterhin an ein Unternehmen verkauft, das überschuldet ist oder keine Zahlungen geleistet hat, was sich auf den Cashflow auswirken wird. Ähnlich verhält es sich, wenn der Grund dafür, dass der Kunde nicht bezahlt hat, darin liegt, dass er eine beschädigte Bestellung erhalten hat, diese Information aber nie außerhalb der Kundendienstabteilung ankam.

Die richtigen Tools machen das Leben leichter

Für eine effiziente Cash Culture ist der Einsatz geeigneter Tools entscheidend. Die zeitraubenden Aufgaben, die für die Verbesserung der Cash Culture eines Unternehmens unerlässlich sind, können dank modernster Technologien auf verschiedene Abteilungen aufgeteilt oder ganz automatisiert werden. Bei Automatisierungslösungen gibt es große Unterschiede, daher sollten Sie bei der Suche nach einem Tool, das Ihnen hilft, die Cashflow-Management-Kultur in Ihrem Unternehmen zu verbessern, einige wichtige Überlegungen anstellen.

Studien zeigen, dass 70 % der Zeit im Forderungsmanagement mit Datenrecherche und -priorisierung verloren geht, bevor ein Telefonanruf gemacht werden kann, um überfällige Rechnungen einzutreiben. Und manchmal ist die Zahlung bereits eingegangen, wurde aber nicht korrekt verbucht – und es wird ein Inkassoanruf getätigt.

Moderne Software-Lösungen schaffen die nötige Transparenz für alle beteiligten Abteilungen und Mitarbeiter, liefern Kennzahlen und eliminieren repetitive, manuelle Aufgaben und bieten eine Plattform zur effizienten Zusammenarbeit. Esker bietet mit seiner Order-to-Cash-Suite eine KI-gestützte Cloud-Plattform sowie eine kollaborative Umgebung, um die Prozesse in Finanz- und Kundendienstabteilungen effizient zu gestalten.

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Peter Gatzen

Marketing Manager bei Esker Deutschland mit Fokus auf Debitorenbuchhaltung und elektronischem Datenaustausch (EDI).

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